Fussball auf der Brache

Die Macher zweier Berner Imbisswagen organisieren während der Fussball-EM ein Public Viewing auf der Brache im Berner Lorrainequartier.

Fabrice Haldemann, Christian Probst und Nando Portmann (v.l) bringen den Fussball auf die Brache.

Fabrice Haldemann, Christian Probst und Nando Portmann (v.l) bringen den Fussball auf die Brache. Bild: Franziska Rothenbühler

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Bald sind sie wieder da: die Tage, an welchen Fussballbegeisterte nach draussen strömen, um mit Freunden ein Bier zu trinken und die Lieblingsmannschaften an einem Public Viewing spielen zu sehen. Obwohl man Public Viewing sonst eher mit Grossanlässen verbindet, gibt es im Lorrainequartier heuer eine Ausgabe der etwas anderen Art: Während der Fussball-Europameisterschaft können die Spiele auf der Brache am Centralweg in der Lorraine verfolgt werden.

Die Organisatoren sind in Bern keine Unbekannten, sind sie doch häufig mit ihren jeweiligen mobilen Imbissständen The Lunchbox und Tätschmeister in der Stadt unterwegs. Die Brache habe sich angeboten, weil die Beteiligten selbst im Quartier leben, wie Nando Portmann, Mitinhaber von The Lunchbox sagt.

Anlass belebt das Quartier

Das Konzept der vier Organisatoren ist simpel: Ab dem 10. Juni können sich Fussballinteressierte eine Stunde vor dem Anpfiff auf der Brache einfinden, wo die Partien auf einer Grossleinwand gezeigt werden. Mindestens ein Imbissstand wird an jedem Spieltag vor Ort sein, ebenso wie ein Kaffeewagen und zwei Getränkebars. Laut Portmann sollen auf der Brache insgesamt 250 Personen Platz finden.

Die Stadt habe das Public Viewing auf der Brache vor kurzem bewilligt, wie Dominique Steiner, stellvertretende Leiterin der Orts- und Gewerbepolizei, bestätigt. Eine Miete fällt für die Brache nicht an.

Für die Organisatoren ist das Public-Viewing-Projekt der erste Anlass dieser Grösse. «Wir wissen nicht, wie viele Stunden wir arbeiten werden und ob es überhaupt rentiert», so Portmann. Ganz alleine werden sie die Leute vor Ort aber nicht bekochen: Angedacht sei, dass auch andere Imbissstände auf der Brache ihr Essen verkaufen würden. «Damit möchten wir vor allem auch angehenden Betreibern die Möglichkeit bieten, ihr Konzept an unserem Public Viewing auszuprobieren.» Weil das Team aber noch nicht komplett ist, suchen die vier Unternehmer nach weiteren Interessierten.

Im Quartier selber erhält das Projekt bereits vor Beginn Zuspruch. «Wir finden es toll, dass es nun ein weiteres belebendes Element im Quartier gibt», sagt Martin Allemann vom Wartsaal. Die Café-Bar in der Lorraine wird die Spiele ebenfalls übertragen, das Public Viewing am Centralweg sei aber eine willkommene Alternative zum bestehenden Angebot und keine Konkurrenz. Auch Catherine Weber, Vorstandsmitglied des Vereins für ein lebendiges Lorrainequartier begrüsst das Projekt. Wichtig sei aber, dass auf die Nachbarschaft Rücksicht genommen werde. «Schön wäre zudem, wenn bei dieser Gelegenheit auch eine Organisation vor Ort wäre, die gegen Rassismus und Rechtsextremismus sensibilisieren würde», so Catherine Weber.

Wenige Orte für Berner Fussballfans

Wer die Spiele dennoch lieber in der Berner Innenstadt verfolgen möchte, hat dieses Jahr eine beschränkte Auswahl. «Mit dem Kubus des Stadttheaters auf dem Waisenhaus- und dem Umbau des Sitzes der Schweizerischen Nationalbank auf dem Bundesplatz hat es schlicht keinen Platz für ein Public Viewing im Freien», sagt Dominique Steiner. Ganz darauf verzichten müssen die Berner Fussballfans aber nicht. So besteht die Möglichkeit, die übertragenen Spiele kostenlos im Inneren des Kubus auf dem Waisenhausplatz zu verfolgen. Für Übertragungen im Freien wurden nebst dem Projekt in der Lorraine auch die Public Viewings im «Summer Beach» auf der Grossen Schanze und im Innenhof des Progrs bewilligt. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 28.05.2016, 15:47 Uhr

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